> > > L U D E R P E R S P E K T I V E
Immer mal wieder blickt hier ein Boxenluder auf aktuelle Themen, auf aktuelle Ereignisse oder einfach auf Kuriositäten. Natürlich wird aus der "Luderperspektive" kein Blatt vor den Mund genommen und manchmal wird es auch nachdenklich.
Juni-Juli 2011

Eine Fahrt ins Blaue?
Ein Beitrag von Luder Thomas W.
„…Gar lecker ist ein Eis am Stiel,
auch Fritten isst man gern und viel.
Doch leider gibt es oft Verdruss,
bei dem Verzehr im Omnibus.
Wenn Eis und Fritten samt der Soße,
in Kurven hüpft auf Nachbars Hose.
Wir gönnen jedem den Genuss,
doch bitte nicht im Omnibus…“
Wer kennt ihn nicht? Der wohlwollende Reim hat wohl jedes „Buskind“ die ersten Jahre seines Lebens begleitet. Doch findet er auch heute noch Anklang?!
Man redet oft von Freud und Leid eines Musikerlebens. Es scheiden sich die Geister, wenn der letzte, wackere Trunkenbold die Hallen oder Zelte geräumt, und in den Omnibus getänzelt ist. Da soll es doch Leute geben, denen waren die Strapazen eines Fulltime-Schützenfesttages nicht groß genug. Oder wollen diese gar mit ihren gigantischen Ansatzreserven glänzen? Man weiß nicht genau wo dieses Phänomen seinen Ursprung hat, doch gibt es viele Mythen und Sagen. Eins sei gewiss, bei angemessenem Konsum der glänzenden Köstlichkeit, steigt auch das Maß am allgemeinen Belustigungswillen. Freigesprochen sei hier niemand, gar Luder sollen schon angemessen konsumiert haben. Doch sollen die folgenden Zeilen ein Denkanstoß sein, vielleicht auch nur ein Silberstreif am Horizont. Wie wäre es, wenn die mahnenden Zeilen in dem Bus prangen würden? Wäre die Welt dann besser, schlechter oder gar friedlicher? Dies sei jedem selber überlassen…
"...gar lecker ist ein kühles Bier,
auch schreien kann man wie ein Stier!
Doch leider gibt es oft Verdruss
bei dem Geplärr im Omnibus!
Wenn schiefe Töne und Gebrüll im Chor,
strapaziern das musikerohr!
Wir gönnen jedem den Genuss,
doch was ist das im Omnibus?!?..."
Mai 2011
Es ist nicht alles Gold was glänzt
Ein Beitrag von Luder Christoph
Schön ist es anzusehen. Frisch gezapft aus dem Zapfhahn: perlig, schaumig, lecker. Sehnsüchtig erwartet die Kehle den ersten kalten Schluck. Aber Vorsicht ist geboten. Denn bei näherer Betrachtung sieht die Gerstenkaltschale doch verdächtig wässrig aus. Das strahlende Gold der Sonne ist nicht zu finden. Dann gleitet der Blick, gleichsam wie Wasser dem Glas herabperlend, nach unten zum Bierdeckel. Dort hat ein lieber Schießklubbruder die Warnung angebracht "Achtung Radler". So steigt die Gewissheit am Horizont der Theke hinauf: es war kein Bier. Der Schein trügte und wurde doch aufgedeckt. Dem Schießklubbruder sei Dank. Würden alle auf dieser Welt sich so um ihre Nächsten sorgen, dann lebten wir in einer besseren Zeit.